Zuletzt aktualisiert am 18. Oktober 2026 |
Für mich ist der Herbst die beste und vor allem schönste Jahreszeit für Bergwanderungen. Gewitter werden seltener, die Bäume erstrahlen in prächtigen Farben, die Sicht ist wegen der kälteren Luft oft besser und auf den Gipfeln herrscht weniger Andrang. Mir hat es, wie vermutlich vielen anderen auch, vor allem der Herbst im Engadin angetan.

Im Herbst ändert aber nicht nur die Natur ihr Aussehen, für Wanderungen in dieser Jahreszeit gilt es bei der Tourenplanung auch einiges zusätzlich zu beachten.
1. Weniger Tageslicht
Im Herbst werden die Tage bekanntlich wieder merklich kürzer. Bereits Ende Oktober geht die Sonne in unseren Breitengraden schon kurz nach 17 Uhr unter. Deine Herbstwanderungen solltest du deshalb an die Länge des Tageslichts anpassen. Plane genügend Zeit für Pausen, die Gipfelrast und unvorhergesehene Verzögerungen ein, damit du keinen Zeitdruck bekommst. Verschiebe lange Touren auf den nächsten Sommer.

2. Weniger Höhe
Mit den kürzer werdenden Tagen sinkt auch die Schneefallgrenze – und mit ihr auch die Höhe deiner Bergwanderungen. In höheren Lagen kann im Herbst bereits vielerorts Schnee liegen. Wo und wie viel erfährst du beim Wetterdienst deines Vertrauens.
Aber auch ohne Schnee können Bergwege im Herbst nass und rutschig sein, sei es wegen Regen oder Bodenfrost. Vor allem Wege an Nordhängen trocknen zu dieser Jahreszeit meist nicht mehr komplett.

3. Mehr Kleider
Dass eine Regenjacke bei einer Bergtour immer in den Rucksack gehört, versteht sich von selbst. Für Herbstwanderungen gehören dazu zwingend auch noch wärmere Kleider sowie eine Mütze und Handschuhe. Und: Zieh dich nach dem Mehrlagenprinzip an! Also in Schichten, die du, wenn es tagsüber wärmer werden sollte, nach und nach ausziehen kannst.
4. Mehr Ausrüstung
Trekkingstöcke erleichtern das Gehen, wenn du auf nassem Laub oder matschigen Wegen unterwegs bist. Ganz wichtig ist auch eine Stirnlampe, falls du doch einmal etwas länger als geplant unterwegs bist. Ein Abstieg auf glitschigem Untergrund bei Dämmerlicht oder kompletter Dunkelheit ist alles andere als ein Spass und kann lebensgefährlich sein.
Und falls du auf deiner Herbsttour bereits erste Neuschneefelder queren musst, können dir Grödel dabei helfen, sicher voranzukommen. Nicht zu vergessen: Ein gut ausgestattetes Erste-Hilfe-Set gehört ebenfalls in deinen Rucksack, um auf kleine Unfälle vorbereitet zu sein.
5. Mehr Vorbereitung
Viele Berghütten werden nur im Sommer bewirtschaftet und Bahnen und Busse fahren im Herbst oftmals nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr. Auch die letzten Fahrten sind im Herbst oft früher als im Sommer. Informiere dich deshalb vorab über Öffnungs- und Betriebszeiten von Hütten, Bergrestaurants und Bergbahnen.
Gerade wenn Hütten und Restaurants geschlossen sind, ist Selbstverpflegung Pflicht. Denk daran: Kühlere Temperaturen und längere Etappen kosten mehr Energie. Nimm genügend kalorienreiche Zwischenverpflegung mit – etwa Nüsse, Trockenfrüchte oder Riegel – und heissen Tee in einer Thermosflasche.

Herbst-Wandertipps
Wie eingangs bereits erwähnt, bietet der Herbst ideale Bedingungen, um die Bergwelt zu erkunden. Zwei Touren, die wir im Herbst sehr gerne machen sind die von der Alp Languard zur Segantinihütte und der Panoramaweg von Brambrüesch nach Feldis. Beide Touren sind perfekt, um die farbenfrohe Herbstlandschaft zu geniessen und gleichzeitig frische Bergluft zu tanken.
Wann die Wälder und Bäume in der Schweiz in den buntesten Farben leuchten, erfährst du ganz einfach im Laubtracker von Schweiz Tourismus oder mit dem Lärchen-Tracker von Graubünden Ferien. Was es dafür braucht, dass sich die Lärchen überhaupt verfärben, erfährst du im Video.


The photo just before Tipp number one is fantastic. It looks like a magical spot. Thank you for the article. I’m at a beginner level of German, but I’ve had some luck reading this with translation help I guess because I understand and enjoy the subject.
You’re welcome. I took the photo a year ago in Val Roseg in the Engadin. You can reach the spot on an easy walk from Pontresina. The walk takes around 3.5 hours there and back.
Alpine regards,
Patrick