Aktualisiert am 11. Mai 2021 |

Nach 2020 sucht Caritas Schweiz auch in diesem Sommer Freiwillige, die Bergbauernfamilien in Not tatkräftig unterstützen. Konkret werden 1400 Freiwillige gesucht, die keiner Risikogruppe angehören.

Geeignetes Alppersonal zu finden war noch nie sonderlich einfach. Doch in Zeiten von Corona ist die Suche noch etwas schwieriger, weil noch nicht klar ist, wie viele Freiwillige aus dem Ausland einreisen können. Deshalb hoffen die Bergbauern umso mehr auf eine grosse Solidarität in der Schweiz.

«Wir suchen Menschen, die den Einblick in eine neue Welt schätzen, die Verbindung zur Natur suchen und die Existenz der Bergbauern sichern wollen.»

– Caritas Schweiz

Jedes Jahr im Sommer brauchen viele Bergbauernfamilien Hilfe, um die Arbeiten dieser intensiven Saison bewältigen zu können. Vor allem wenn ein Familienmitglied wegen Unfall oder Krankheit ausfällt, schaffen sie es alleine nicht. Letztes Jahr, als die Corona-Pandemie grosse Unsicherheit verbreitete, meldeten sich insgesamt 1200 Freiwillige. Das waren 45 Prozent mehr als im Vorjahr, 53 Prozent davon waren Frauen. Laut Caritas ein Riesenerfolg!

Bedarf an Freiwilligen wächst

Die Suche für Caritas nach Freiwilligen wird auch dieses Jahr wieder schwierig, da die Pandemie andauert. Die Verantwortlichen hoffen, dass sich wieder viele Freiwillige für das Abenteuer auf dem Bergbauernhof motivieren lassen.

«Wir haben dieses Jahr noch mehr Anfragen von Bergbauernfamilien als letztes Jahr und brauchen dementsprechend mehr Freiwillige, insgesamt 1400.»

– Caritas Schweiz

Es sind alle willkommen, die sich kräftig genug fühlen und keine Corona-Symptome aufweisen und in den zehn Tagen zuvor in keinem Risikogebiet waren. Bereits ab 18 Jahren kann man sich anmelden.

Existenz steht auf dem Spiel

Die Schweizer Bevölkerung hat seit Ausbruch der Corona-Pandemie grosse Solidarität mit Menschen gezeigt, die ihre Existenz verloren haben. Auch bei den Bergbauernhöfen geht es um die Existenz von Familienbetrieben. Caritas Schweiz will deshalb alles daran setzen, dass sich auch dieses Jahr viele Menschen für die kleinen Landwirtschaftsbetriebe in den Bergen engagieren.

«Die Dankbarkeit der Bergbauernfamilien ist riesig.»

– Caritas Schweiz

Die Freiwilligen würden von den Bauernfamilien sehr herzlich aufgenommen und oft würden sogar Freundschaften fürs Leben entstehen, so Caritas.

Anstrengende aber vielseitige Arbeit

Das Leben und Arbeiten auf einer Alp ist kein Zuckerschlecken. Deshalb werden Personen gesucht, die körperlich fit sind, keine Angst vor langen Arbeitstagen haben und möglichst bereits Erfahrung in der Landwirtschaft mitbringen. Alppersonal muss gut in einem kleinen Team zusammenarbeiten können, tolerant sein und Teamkollegen unterstützen, auch wenn die Arbeitstage zeitweise ermüdend sind. Belohnt wird man dafür mit einer sinnstiftenden Tätigkeit und einem ausserordentlichen Erlebnis im Einklang mit der Natur.

Die Arbeitseinsätze auf einer Alp dauern jeweils mindestens eine Woche. Zu den Aufgaben der Freiwilligen gehören unter anderem Mähen, Heuen, Mithilfe im Haus und die Versogung der Tiere. Mitmachen können alle, die über 18 Jahre alt, motiviert und gesund sind – egal, ob Mann oder Frau.

Interessiert? Hier kannst du dich melden!

Auf bergeinsatz.ch kannst du alle Bergbauernbetriebe, die Freiwillige suchen kennenlernen und dich direkt für einen Einsatz anmelden. Weitere Infos findest du auf der Älpler-Seite zalp.ch und dem alpofon.ch.

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