Auf dieser einfachen Wanderung auf den Dreibündenstein, die von der Region Churwalden ins Domleschg führt, bieten sich vor allem im Herbst goldene Aussichten – wenn man den richtigen Zeitpunkt erwischt.

Im Herbst zeigt sich der Dreibündenstein-Panoramaweg meiner Meinung nach von seiner schönsten Seite. Die Natur leuchtet in warmen Gelb- und Rottönen, während die klare Luft für besonders eindrucksvolle Fernsichten sorgt. Aus diesem Grund sind wir vor allem in dieser Jahreszeit sehr gerne auf diesem Wanderweg unterwegs.

Celina und ich auf dem Dreibündenstein
Es war kalt an unserem Wandertag im Oktober

Schon der Start auf dem Hochplateau Brambrüesch (1591 m), das von Chur aus bequem mit der Bergbahn erreichbar ist, bietet ein beeindruckendes Farbenspiel. Die Wälder und Wiesen, die im Sommer saftig grün sind, verwandeln sich in eine leuchtend goldene Landschaft.

Erst gemächlich, dann etwas knackiger

Der weiss-rot markierte Weg führt zu Beginn von der Bergstation Brambrüesch gemächlich ansteigend an der Alpbeiz Malix vorbei zur Talstation des Schlepplifts des Skigebiets Brambrüesch-Hühnerköpfe auf 1947 m.

Ein Sessel eines Schlepplifts auf dem Hühnerberg
Sie wartet auf ihren Einsatz

Von dort geht es dann ein kurzes Stück etwas steiler hinauf zum Furggabüel, dem mit 2174 Metern höchsten Punkt der Wanderung. Dort oben bietet sich ein traumhaft schöner Ausblick auf die umliegende Bergwelt – von den Hausbergen rund um Chur über die Lenzerheide bis zu den Glarner Alpen. Besonders beeindruckend ist der Blick auf die Tektonikarena Sardona​. An der Panoramatafel kannst du die Namen der umliegenden Gipfel und die Besonderheiten der Tektonikarena nachvollziehen.

Aussicht auf die Bündner Berge im goldenen Herbst
Man könnte stundenlang nur in die Ferne schauen …

Anschliessend führt der Wanderweg wieder leicht hinab zum Dreibündenstein auf 2158 m ü. M. Bei diesem markanten Grenzstein treffen sich die Grenzen der Rhätischen Bunde «Grauer Bund», «Gotteshausbund» und «Zehngerichtebund». Seit dem Jahr 1524 sind die drei Bunde mit unterschiedlichen Sprachen und Kulturen vereint und bilden gemeinsam den Kanton Graubünden.

Der Grenzstein auf dem Dreibündenstein in Graubünden
Der Dreibündenstein
Aussicht auf die Umgebung auf dem Dreibündenstein in Graubünden
Aussicht Richtung Süden

Weiter geht es über weitläufige Weiden und mit fantastischem Blick auf die umliegenden Berge entlang der Skihütte Term Bel zum malerischen Bergsee «Leg Palus» auf der Alp da Veulden.

Wanderweg zwischen Dreibündenstein und Feldis im Herbst
Der Weg zur Skihütte Term Bel
Der Leg da Palus im Herbst
Der Leg Palus

Nach einer kurzen Rast am See nehmen wir die letzten paar Kilometer unter die Füsse und wandern durch lichten Wald und über Alpgebiet hinunter ins kleine Bergdorf Feldis auf 1470 m.

Ein Alpgebäude oberhalb von Feldis mit golden glänzenden Lörchen und Bäumen
Kurz vor Feldis
Goldene Lärchenu und schneebedeckte Berggipfel auf der Wanderung zwischen Brambrüesch und Feldis
Goldene Lärchen …
Alpgebäude aus Holz oberhalb von Feldis
… und pittoreske Gebäude

Von Feldis aus geht es mit der Gondelbahn hinunter nach Rhäzüns und von dort mit der Bahn oder dem Bus zurück nach Chur.

Details zur Tour

  • Anreise: mit der Bahn oder dem Auto nach Chur, von dort mit der Seilbahn zur Bergstation Brambrüesch.
  • Einkehr/Unterkunft: Chur, Brambrüesch, Alpbeiz Malix, Skihütte Term Bel, Feldis
  • Länge: 11,95 km
  • Gehzeit: rund 4,5 Stunden
  • Schwierigkeit: T2
  • Auf/Abstieg: 689 m / 815 m
  • Beste Jahreszeit: Juli – Okt
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Fazit

Die Herbstwanderung auf dem Dreibündenstein-Panoramaweg ist ein echtes Highlight für Naturliebhaber. Die leuchtenden Farben der Lärchen, die klaren Aussichten auf die umliegende Bergwelt und die geschichtsträchtige Bedeutung des Dreibündensteins machen diese Tour zu einem besonderen Erlebnis. Wenn du die Ruhe und Schönheit der Bündner Alpen im Herbst erleben möchtest, findest du hier eine ideale Mischung aus Natur, Geschichte und Erholung.

Wann verfärben sich die Lärchen?

Damit die Lärchen im Herbst ihre goldene Farbe annehmen, wirken mehrere Faktoren zusammen: sinkende Temperaturen, kürzere Tage und eine abnehmende Sonneneinstrahlung. Mit den kühleren Herbsttagen baut der Baum das Chlorophyll in den Nadeln ab, wodurch die gelben Carotinoide sichtbar werden. Kühle, idealerweise frostfreie Nächte begünstigen diesen Prozess, während starker Frühfrost die Nadeln schädigen kann. Auch die Witterung spielt eine Rolle: Ein trockener Spätsommer kann die Verfärbung etwas intensiver erscheinen lassen, während anhaltend nasses oder verschneites Wetter den Prozess verzögern kann.

Eine golden leichtende Lärche auf dem Weg nach Feldis
Auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an

In der Regel verfärben sich die Lärchen in Höhenlagen oberhalb von 1500 m gegen Mitte Oktober. Erst gegen Ende Oktober und Anfang November färben sich die Nadeln in den tiefsten Lagen. Die jährlichen Unterschiede sind allerdings gross. Die früheste Nadelverfärbung wurde in St. Moritz (1822 m) am 6. Oktober 2007 beobachtet, die späteste am 24. Oktober 2020.

Daher ist es jeweils auch nicht ganz einfach, den richtigen Zeitpunkt für eine Wanderung zu erwischen, auf der man das Naturspektakel erleben kann. Der Lärchen-Tracker von Graubünden Ferien kann dir dabei etwas helfen. Dort kannst du den Stand der Verfärbung in Echtzeit verfolgen.


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