Zuletzt aktualisiert am 25. Dezember 2025 |

Der Philosophenweg ist eine einfache Winterwanderung auf Muottas Muragl, die je nach Variante zwischen 30 Minuten und knapp drei Stunden dauert. Aber egal, welche du wählst: die Aussicht ist immer grandios!

Wir haben kürzlich wieder einmal einen Wander-Kurztrip nach Pontresina gemacht. Da wir es gemütlich angehen wollten, haben wir uns für eine entsprechend gemütliche Wanderung entschieden: Den Philosophenweg auf Muottas Muragl im tief verschneiten Oberengadin.

Ein Mann und eine Frau lachen in einer verschneiten Berglandschaft iin die Kamera
Die Vorfreude ist gross.

Panorama mit Postkartenqualität

Ausgangspunkt der Wanderung ist die Bergstation Muottas Muragl mit dem gleichnamigen Panoramarestaurant auf 2454 m ü. M. Erreichbar ist sie mit der Standseilbahn ab Punt Muragl, gleich bei der Bushaltestelle. Oben angekommen eröffnet sich ein herrliches Panorama auf das Oberengadin mit seiner gefrorenen Seenplatte, eingerahmt von Piz Rosatsch, Piz Tschierva und dem Piz Bernina. Letzterer ist mit 4049 Metern der höchste Berg des Engadins und zugleich der einzige Viertausender im Kanton Graubünden. Kein Wunder also, gilt der Philosophenweg als einer der schönsten Winterwanderwege der Schweiz.

Zwischen Weitblick und Weltanschauung

Der Weg hat seinen Namen von zehn Schautafeln, die ihn säumen. Auf ihnen finden sich Zitate von Persönlichkeiten wie Giovanni Segantini, Annemarie Schwarzenbach, Hermann Hesse, Stefan Zweig oder Friedrich Nietzsche. Wer sich weniger für Philosophie interessiert, kann auch einfach nur die Landschaft geniessen. Beides funktioniert bestens.

Eine verschneite Berglandschaft mit strahlend blauem Himmel
Eine verschneite Berglandschaft mit strahlend blauem Himmel und Spuren von Schneeschuhen im Schnee.
Eine verschneite Berglandschaft mit strahlend blauem HImmel mit Spuren von Tourenskiern im Schnee.
Verschneite Berge unter strahlend blauem Himmel.

Der Philosophenweg ist stets gut präpariert und in drei farbig markierte Varianten unterteilt. Wir haben uns für die schwarze Variante entschieden, die mit knapp drei Stunden die längste ist.

Auf allen Wegen laden Bänke mit Decken zum Ausruhen, Sonne tanken oder Philosophieren ein.

Eine Frau sitzt in einer verschneiten Berglandschaft unter strahlend blauem Himmel auf einer Holzbank und bestaunt die Berge in der Ferne.
Diese Sitzbank mit gradioser Aussicht steht am Ende der schwarzen Wegvariante.

Wie ihr auf den Fotos seht, hatten wir an unserem Wandertag Kaiserwetter. Das hat natürlich zusätzlich Spass gemacht. Und wie fast immer, wenn wir nach einer Wanderung auf Muottas Muragl ankommen – sei es vom Philosophenweg oder nach einer Tour zur Segantinihütte – gönnten wir uns auf der Terrasse des Panoramarestaurants eine Portion Pommes frites. Sie war fein, musste aber bei den eisigen Temperaturen sehr schnell gegessen werden, da sie sonst ratzfatz kalt geworden wären.

Rasant zurück ins Tal

Zurück ins Tal geht es dann entweder mit der Standseilbahn oder, so wie wir es gemacht haben, mit dem Schlitten. Die Strecke mit 718 Höhenmetern und 20 Kurven gilt als rasanteste Schlittelpiste des Engadins. Wer hinunterfahren will, braucht ein wenig Übung, Kraft in Armen und Beinen sowie gute Schuhe mit Profil.

Hier findest du mehr Infos zur rasantesten Schlittelpiste im Engadin

  • An-/Rückreise: Mit dem Zug nach Pontresina oder Samedan, weiter mit dem Bus nach Punt Muragl
  • Start/Ziel: Muottas Muragl
  • Gehzeit: 0,5 bis 2,75 Stunden
  • Karte: Nicht notwendig, da der Weg gut markiert und ein Verirren unmöglich ist
  • Ausrüstung: Normale Winterwanderausrüstung, warme Schuhe mit gutem Profil
  • Einkehrmöglichkeiten: Panoramarestaurant Muottas Muragl
Klick auf die Karte für mehr Details

Ein Hinweis zum Schluss: Die Preise für Bahn und Schlittenmiete sind ziemlich gesalzen. Es gibt weder Halbtax- noch GA-Ermässigung, und man muss zwingend eine Berg- und Talfahrt kaufen, selbst wenn man mit dem Schlitten runterfährt. Die Schlittenmiete kommt obendrauf. Wir haben zu zweit insgesamt 120 Franken bezahlt. Ich bin bei Wochenendausflügen keineswegs geizig, aber diese Preisgestaltung finde ich ziemlich frech. Besonders störend ist die Pflicht zur Rückfahrt, obwohl man sie gar nicht benötigt.


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5 Kommentare zu „Auf dem Philosophenweg im Engadin

  1. Die Route von Philosofenweg ist schön mit gewaltigem Panorama. Allerdings frage ich mich seit Jahren warum auf diesem Themenweg nur alte, weisse Männer gezeigt werden?

    1. Ja, die Männer sind in der Überzahl. Dass es aber ausschliesslich Männer sein sollen, stimmt nicht. Mindestens zwei Frauen sind dabei (kenne nicht alle Tafeln): Historikerin Meta von Salis und Schriftstellerin Annemarie Schwarzenbach.

  2. Tatsächlich traumhaft, leider ist die Bahn inzwischen so teuer geworden, keine Reduktionen für GA oder Senioren. 42 Franken waren mir zu viel, obwohl ich zwei Wochen in Pontresina war.

  3. Wow, irre… da können wir im Mittelgebirge nur neidisch blicken. Zwar liegt bei uns auch etwas Schnee und morgen ist Sonnenschein angesagt aber soooooo tolle Bilder! Wahnsinn!

    1. Vielen Dank!😊 Ja, im Engadin ist Winter noch so, wie Winter sein soll. Es ist aber auch entsprechend kalt, in der Nacht in Pontresina aktuell -19 Grad.🥶

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