Das Solution 2.0 Jacket ist als leichter Midlayer für den ganzjährigen Outdoor-Einsatz konzipiert. Ich habe es bei unterschiedlichsten Aktivitäten getestet: auf Winterwanderungen, Schneeschuhtouren und dem Mountainbike.

Mit rund 340 Gramm gehört die Jacke zu den leichteren Modellen ihrer Klasse. Sie ist gemäss Hersteller mit 60 Gramm PrimaLoft Gold Eco gefüllt, kombiniert mit einem Aussenmaterial aus recyceltem Nylon und einem leichten wattierten Futter aus recyceltem Polyester – beides mit einer PFC-freien, dauerhaft wasserabweisenden DWR-Imprägnierung versehen. Das Material fühlt sich weich an, trägt sich angenehm und macht optisch einen schlichten, funktionalen Eindruck.

Wärmt zuverlässig auch bei Feuchtigkeit

Was mich besonders überzeugt hat: Die Jacke wärmt auch dann noch gut, wenn sie durch Schwitzen feucht geworden ist. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber Jacken, die mit Daunen gefüttert sind. Und sie trocknet auch schneller als eine Daunenjacke.

Froh über die Wärmeleistung des Solution Jackets war ich unter anderem auch auf einer E-MTB-Tour im Schnee bei etwas unter 0 Grad. Die Fahrt war trotz Unterstützung ziemlich kräfteraubend und zeitweise musste ich das 25 kg schwere Bike schieben – leider vor allem aufwärts. Entsprechend floss der Schweiss und die Jacke, die ich unter einer Hardshell trug, wurde feucht. Auf der Abfahrt hielt sie meinen Oberkörper dennoch bis zum Schluss angenehm warm.

Guter Schutz bei Wind und leichtem Regen

Die Aussenhülle hat bei meinen Testtouren Wind gut abgehalten und der hohe Kragen engt nicht ein und schützt den Halsbereich effektiv. Bei leichtem Nieselregen oder Schneefall hielt die Imprägnierung dicht. Für längere oder intensivere Niederschläge ist aber natürlich eine zusätzliche wasserdichte Schicht erforderlich, denn die Jacke ist als Midlayer konzipiert und «nur» wasserabweisend und nicht komplett wasserdicht.

Praktische Details mit kleinen Einschränkungen

Die Jacke hat zwei Seitentaschen und eine Brusttasche. Letztere ist auch mit Rucksack gut erreichbar und bietet viel Platz. Mein iPhone 13 Pro Max kann ich problemlos darin verstauen.

Die Seitentaschen sitzen allerdings relativ tief, was mit Klettergurt oder Rucksack-Hüftgurt den Zugriff erschwert. Sehr praktisch ist dafür, dass sich die Jacke in der linken Seitentasche kompakt verstauen lässt. Weniger praktisch ist hingegen, dass bei der verpackten Jacke ein Teil des Jacken-Innenfutters auf der Aussenseite liegt. Fällt sie so in eine Pfütze oder den Schnee, kann das Futter nass werden.

Und last, but not least liessen sich im Test alle Reissverschlüsse und Kordelzüge gut mit Handschuhen bedienen.

Komfort und Beweglichkeit überzeugen

Der Schnitt des Solution Jacket 2.0 ist «regular», also bequem und funktional, die Jacke bleibt auch bei weiten Armbewegungen an Ort und Stelle und schränkt die Beweglichkeit nicht ein. Die elastischen Ärmelabschlüsse dürften etwas enger anliegen, erfüllen aber ihren Zweck.

Egal ob zu Fuss oder mit dem Bike, ob mit oder ohne Rucksack, als Midlayer oder äussere Schicht: Ich habe mich in der Jacke durchgehend wohlgefühlt. Getragen habe ich darunter bei sportlichen Aktivitäten übrigens meistens nur ein leichtes Langarm-Funktionsshirt, darüber zu Beginn einer Tour oft noch eine Hardshell – das bei Temperaturen zwischen -10 und +5 Grad.

Fazit

Das Solution 2.0 Jacket von Black Diamond hat mich überzeugt. Leicht, zuverlässig warm, gut packbar und angenehm zu tragen, auch bei Nässe. Wer eine gut verarbeitete, vielseitige Isolationsjacke für Bergtouren sucht, die zudem aus recycelten Materialien besteht, kann hier bedenkenlos zugreifen. Kostenpunkt: CHF 220. Ein fairer Preis für eine Jacke dieser Qualität. Daher ist sie für mich eine klare Kaufempfehlung.


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