Blick vom Mutschensattel auf die Kreuzberge

Eine lange aber abwechslungsreiche Tour von Wildhaus über den Mutschen (2121 m) nach Brülisau.

Der Mutschen im südlichen Alpstein stand schon lange auf meiner To-do-Liste. Am vergangenen Donnerstag setzte ich das Vorhaben nun endlich in die Tat um.

Patrick auf dem Mutschensattel, im Hintergrund die Kreuzberge

Es ist heiss an diesem Tag, sehr heiss sogar. Im Flachland klettert das Thermometer am Nachmittag auf rund 32 Grad. Aber auch am frühen Morgen ist es bereits sehr warm. Deshalb erspare ich mir die ersten paar Meter Aufstieg und fahre mit der kleinen Bergbahn von Wildhaus nach Gamplüt.

Von der Bergstation Gamplüt (1352 m) geht es dann in gemächlichem Anstieg weiter Richtung Alp Fros, Teselalp (1433 m) und die Obergruebe. Der Weg liegt teilweise noch im Schatten, was den Aufstieg wesentlich angenehmer macht.

Kurz vor der Obergruebe führt der Wanderweg an zwei Alpgebäuden vorbei. Mitten auf dem Weg stehen rund 30 behornte, leicht verdutzt dreinschauende Kühe eng beieinander. Links von den Gebäuden versperrt mir ein Zaun den Weg, rechts liegen Felsbrocken und dazwischen sind haufenweise Brennnesseln. Grundsätzlich habe ich ja keine Angst vor Kühen, aber mich mitten durch diese Herde zu zwängen erscheint mir nicht sonderlich sinnvoll und so wähle ich den etwas umständlicheren Weg über die Felsbrocken und durch die Brennesseln. (Wie du dich bei Begegnungen mit Mutterkühen richtig verhältst, erfährst du hier.)

Auf der Obergruebe (1900 m) verzweigt sich der Weg: Rechts führt er über den Südwestgrat des Mutschen auf den Gipfel, links über den Mutschensattel. Da es unterdessen auch in dieser Höhe schon sehr heiss ist, wähle ich den Weg über den Sattel. Der ist zwar länger, dafür weniger anstrengend.

Nach ingesamt rund zwei Stunden Gehzeit stehe ich auf dem Mutschensattel (2068 m) und vor mir eröffnet sich ein traumhaftes Panorama mit Blick auf den Säntis, den Altmann, die Roslenalp, die Kreuzberge, den Furgglenfirst und den Hohen Kasten. Der Aufstieg zum Mutschen-Gipfel dauert nur noch ein paar Minuten und ist nicht sonderlich anspruchsvoll. Vom Gipfel sieht man nun zusätzlich auch noch die Churfirsten und das Rheintal. Leider ist es am Mittag leicht diesig und so ist der Blick etwas getrübt.

Nach einer ausgiegiebigen Mittagspause (ohne weitere Gipfelstürmer😊) geht es vom Mutschensattel hinunter Richtung Roslenalp. Da unterhalb des Sattels noch reichlich Altschnee liegt, kann ich die ersten paar Meter des Abstiegs locker hinunterrutschen. Etwas später, bei der Roslenalp (1764 m), fülle ich nochmals meine Wasserflaschen auf und wandere dann über die Oberalp weiter zur Saxer Lücke (1650 m), wo man nochmals einen tollen Blick ins Rheintal hat.

Die letzte Rast des Tages mache ich im Bergrestaurant Bollenwees, bevor es über das Plattenbödeli und durch das Brüeltobel hinunter nach Brülisau geht. Vom Bollenwees zum Plattenbödei empfehle ich an heissen Tagen übrigens den Weg über die Rainhütten, da man dort zum Schluss dank eines kleinen Waldstücks nicht die ganze Zeit der prallen Sonne ausgesetzt ist.


  • Einkehr/Unterkunft: Wildhaus, Gamplüt, Teselalp, Bollenwees, Plattenbödeli, Brülisau
  • Gehzeit: Rund 6 Stunden
  • Karte: 1:25’000 Wanderkarte Appenzellerland

Klick auf die Karte für mehr Details

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