Von der Iffigenalp zur Wildhornhütte SAC

Diese Woche waren wir ein paar Tage in Lenk im Simmental. Leider hat das Wetter nicht an allen Tagen mitgespielt, sodass wir nur eine Tour in die Höhe machen konnten. Wir haben uns für die Wildhornhütte (2303 m ü. M.) entschieden.

Ausgangspunkt dieser Bergwanderung ist die Iffigenalp auf 1584 m ü. M., die man von Lenk aus entweder in 2,5 Stunden zu Fuss oder mit dem Bus in rund 30 Minuten erreicht. Der gut markierte, stetig ansteigende Weg führt uns entlang des Iffigbaches erst über sanfte Weiden, später etwas steiniger und steiler zum Iffigsee auf 2065 Meter über Meer. Kurz vor dem Iffigsee begegneten wir einer badenden Herde Jungrinder, die leider etwas übermütig auf einige Wanderer vor uns losstürmten um sie zu «begrüssen». Da die Tiere aber noch nicht allzu gross waren, verlief die Begegnung ohne Verletzte. Wie man sich verhalten sollte, wenn man auf Wanderungen auf Kühe mit Jungtieren oder Rinder trifft, habe ich in einem früheren Beitrag schon einmal erklärt.

Nach einem weiteren kurzen Anstieg kommen wir zu Punkt 2086, wo sich uns auch schon der Blick auf den Iffigsee und die Wildhornhütte eröffnet. Und nach einem kurzen Schlussanstieg sind wir auch bereits am Ziel: auf der Wildhornhütte auf 2303 Meter über Meer.

Zurück zur Iffigenalp bzw. nach Lenk gibt es mehrere Möglichkeiten: Wir sind zuerst hoch bis zum Punkt 2344 und wollten dann eigentlich noch weiter hinauf auf das Iffighore (2378 m ü. M.), um von dort aus über den Hoberg ins Iffigtal zu Punkt 1741 abzusteigen. Als wir aber die Karawane sahen, die bereits auf dem Weg auf das Hore war, entschlossen wir uns bei Punkt 2173 wieder zum Iffigsee abzusteigen und auf dem gleichen Weg wie beim Aufstieg zur Iffigenalp zurückzukehren. Das bedeutete allerdings, dass wir nochmals durch die Jungrinder-Herde mussten. Zum Glück waren die Tiere unterdessen etwas ruhiger und weitaus weniger kontaktfreudig.

Im Restaurant der Iffigenalp haben wir uns zum Abschluss noch ein Stück selbstgemachten Aprikosenkuchen gegönnt, den ich euch an dieser Stelle wärmstens empfehlen möchte. Nicht nur, weil der Kuchen ausserordentlich fein ist, sondern auch weil die Stücke sehr gross sind. «Neumodisches Zeugs», wie Latte Macchiato servieren sie auf der Iffigenalp übrigens nicht. Also schon, aber der heisst dort Milchkaffee und wird in einer ganz normalen Tasse serviert. Eine Ausflüglerin konnte das offenbar kaum glauben und hat deshalb gleich mehrmals nachgefragt. Als man ihr dann erklärte, dass auch ein Latte Macchiato nur aus Kaffee und Milch bestehen würde, traute sie sich dann doch, mal einen ganz profanen Milchkaffee zu trinken.

Für Tage in Lenk, an denen man keine Bergtour machen kann oder will, gibt es übrigens eine tolle Alternative: Hinauf mit der Bahn auf den Betelberg und hinunter mit dem Trottinett. Die Fahrt auf der 9 Kilometer langen Strecke dauert, je nach Tempo, etwa 30 bis 40 Minuten.

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