Piz Languard (3262m)

Von Pontresina zur höchstgelegenen Berghütte des Kantons Graubünden. (T3)

Der Aufstieg auf den beliebten Aussichtsberg über Pontresina ist für trittsichere Wanderer normalerweise ohne Probleme zu bewältigen. Am Gipfelaufbau ist Trittsicherheit nötig. Bei viel Schnee, insbesondere bei Neuschnee, rate ich von der Tour ab, da der Schlussaufstieg dann zu gefährlich wird. In Pontresina gibt es übrigens ein Bergführer-Büro. Dort kann man sich kompetente Infos über die Begehbarkeit der Routen in der Region holen.

Die Rundsicht vom Piz Languard gehört zu den schönsten in der ganzen Region. Ausser den Gipfeln der Bernina und dem Morteratschgletscher, sieht man den Ortler und die Ötztaler Alpen, den Adamello sowie unzählige Bündner Berge. Die beste Jahreszeit für die Tour ist von Juli bis September. Unterhalb des Gipfels steht die Chamanna da Georgy. Sie ist die höchstgelegene Berghütte im Kanton Graubünden. Als wir Ende September in der Hütte waren, hatte Hüttenwart Claudio gerade Besuch von einem befreundeten Bergführer aus Nepal. Dieser kochte uns dann eine original Bündner Gerstensuppe – Fusion Kitchen quasi.

Die Gehzeit zum Gipfel und zurück nach Pontresina beträgt 7 bs 8 Stunden (Pontresina 1822 m – Alp Languard 2325 m – Abzweigung 2927 m – Chamanna da Georgy 3175 m – Piz Languard 3262 m). Fährt man mit dem Sessellift bis zur Alp Languard bzw. wieder hinunter nach Pontresina, verkürzt sich die Gehzeit insgesamt um rund 2,5 Stunden. Die gesamte Route ist mit SAW-Wegweisern und rot-weissen Markierungen gekennzeichnet. Der Abstieg erfolgt auf der gleichen Route wie der Aufstieg.

Eine lohnenswerte Variante für den Abtsieg ist der „Steinbockweg“ (bei der Abzweigung zwischen Punkt 2927 und 2589 rechts abbiegen Richtung Las Sours, 2664 m). Steinböcke sieht man auf diesem Weg allerdings keine, vielmehr wird man in den gewaltigen Geröllhalden fast selber zum Steinbock. Der Weg ist aber gut markiert und für geübte und trittsichere Wanderer kein Problem. Die Tour wird mit dieser Abstiegsvariante aber rund 2 Stunden länger!

Übrigens: Obschon in Pontresina kaum mehr Rätoromanisch gesprochen wird, ist der Ort auf allen Wegweisern in Rätoromanisch angeschrieben „Puntraschigna“.

 


In meinem Bergwelt-Blog findet man sowohl Wegbeschreibungen und dazugehörige Links als auch Informationen zu Restaurants, Hotels, Hütten sowie zu Tourismus- und Kletterregionen. Solche Angaben können sich natürlich immer mal wieder ändern oder veralten. Damit Nachwanderer und -kletterer immer auf dem aktuellsten Wissensstand sind, bitte ich um eure aktive Mithilfe. Aktualisierungen, Erfahrungen und/oder eigene Wandertipps könnt ihr auf bergwelt.wordpress@bluewin.ch hinterlassen.

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