Die 10 gefährlichsten Berge der Welt

Wenn der Berg ruft, dann zieht das viele Menschen geradezu magisch an. Der bekannte Südtiroler Top-Bergsteiger Karl Unterkircher war einer davon. Auf sein Konto gingen zahlreiche Erstbesteigungen und eindrucksvolle Rekorde. Wie zum Beispiel 2004, als er innerhalb von nur zwei Monaten sowohl den Mount Everest als auch den K2 bestieg – jeweils ohne zusätzlichen Sauerstoff. Diese Ausnahmeleistung wurde sogar mit einem Eintrag im Guinness Buch der Rekorde belohnt. 2008 wollte Unterkircher den Nanga Parbat auf einer neuen Route besteigen. Doch er kam nie am Gipfel an. Am 15. Juli stürzte er in eine Gletscherspalte und war sofort tot.

Der Nanga Parbat gehört zu den anspruchsvollsten Achttausendern und ist einer der am schwierigsten zu besteigenden Berge der Welt. Doch auch kleinere und vermeintlich einfachere Berge fordern immer wieder Todesopfer oder grosse Anstrengungen von den Alpinistinnen und Alpinisten.

Diese 10 Berge gehören zu den gefährlichsten und anspruchsvollsten der Welt:

1. Matterhorn (Schweiz)

Das Matterhorn ist mit seinen 4478 Metern im Vergleich zu anderen Top-Gipfeln eigentlich ein Zwerg. Die Todesstatistik ist allerdings erschreckend: Seit der Erstbesteigung 1865 sind am Matterhorn über 500 Bergsteiger ums Leben gekommen. Kein anderer Berg forderte bislang so viele Opfer.

2. Annapurna (Nepal)

Die extreme Lawinengefahr macht die Annapurna zu einem der weltweit gefährlichsten Berge. Auf drei erfolgreiche Besteigungen kommt ein Todesfall. Bis Ende 2008 haben nur gerade 154 Bergsteiger den Gipfel erreicht. 60 fanden den Tod, zwei Drittel wegen Lawinenabgängen.

3. Mount Everest (Nepal, China/Tibet)

216 Menschen kamen bislang beim Versuch den höchsten Berg der Erde (8848 m) zu besteigen ums Leben, so viele wie auf keinem anderen Achttausender. Schon über 5600 Bergsteiger erreichten jedoch den Gipfel.

4. K2 (Pakistan, China)

Der zweithöchste Berg der Welt (nur 237 Meter niedriger als der Everest) ist deutlich riskanter: Auf 100 erfolgreiche Bergsteiger kommen 29 Tote. Nur 306 schafften es bislang auf den Gipfel.

5. Eiger (Schweiz)

Die Eiger-Nordwand (3970 m) – auch als „Mordwand“ oder „Todeswand“ bezeichnet – galt in den 1930er Jahren als eine der letzten bergsteigerischen Herausforderungen in den Alpen. Seit der Erstbesteigung 1938 sind mehr als 50 Menschen beim Versuch, die 1800 Meter hohe Nordwand des Eigers zu durchsteigen, ums Leben gekommen.

6. Kangchendzönga (Nepal, Indien)

Mit 8586 Metern sind die „fünf Schatzkammern des grossen Schnees“ der dritthöchste Berg der Erde. Jeder fünfte Bergsteiger findet beim Aufstieg den Tod. Der Kangchendzönga wurde 1955 erstmals bestiegen.

7. Nanga Parbat (Pakistan)

Der Gipfel des Nanga Parbat liegt auf 8125 Metern. Bisher starben von 326 Bergsteigern 68, darunter Günther Messner, der Bruder von Reinhold Messner. In den 1930er Jahren ging als „Schicksalsberg der Deutschen“ in die Geschichte ein. Demnächst will die Südtiroler Bergsteigerin Tamara Lunger den Nanga Parbat in Angriff nehmen.

8. Khawa Karpo (China/Tibet)

Er ist einer der sogenannten acht grossen heiligen Berge Tibets. 1902 scheiterte eine britische Bergsteiger-Expedition. Am 3. Januar 1991 verloren 17 Teilnehmer einer japanischen Expedition ihr Leben. Aus kulturellen und religiösen Gründen erliess die lokale Regierung im Jahr 2001 Gesetze, die alle zukünftigen Versuche den Berg zu besteigen unterbinden sollen. Der Gipfel ist deshalb bis heute unbestiegen.

9. Dhaulagiri (Nepal)

Der Dhaulagiri ist mit 8190 Metern der siebthöchste Berg der Welt und gehört zu den 14 Achttausendern. Erst Mitgliedern der achten Expedition, unter Leitung des Schweizers Max Eiselin, gelang es im Mai 1960, den Gipfel zu erreichen. Von 417 Bergsteigern kamen 62 um.

10. Denali ehem. Mount McKinley (USA)

Der höchste Berg Nordamerikas (6168 m) liegt in Alaska und wurde ursprünglich nach dem 25. US-Präsidenten William McKinley benannt, im August 2015 wurde er offiziell in Denali umbenannt. Er ist einer der klimatisch extremsten Berge der Erde und wird durch schlechtes Wetter, starke Winde und sehr tiefe Temperaturen charakterisiert. Orkanartige Stürme erreichen den Berg mit Windgeschwindigkeiten von über 120 km/h.

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