Über den zweithöchsten zum höchsten Gipfel des Alpsteins

Lange aber aussichtsreiche Tour vom Toggenburg über den Zwinglipass hinauf zum Altmann und Säntis (T3, stellenweise T4)

Ausgangspunkt der Tour ist Wildhaus (1090 m) im Obertoggenburg. Da die Wanderung lang und anstrengend ist, gönnen wir uns zu Beginn gleich eine kurze Fahrt mit der Gamplütbahn (Talstation 5 min vom Dorfzentrum entfernt). Bezahlt wird die Bahnfahrt übrigens erst in der Bergstation.

Von der Alp Gamplüt führt ein gut markierter und noch einigermassen flacher Weg entlang der Flanke des Schafberg zur Teselalp (1433 m). Dort zweigen wir links ab und gelangen über einen steilen Aufstieg über die Chreialp zur Zwinglipasshütte. Beim Aufstieg haben wir einen prächtigen Ausblick auf die imposanten Churfirsten (Bild unten), den Girenspitz (2253 m) und den Altmann, den mit 2436 m zweithöchsten Gipfel des Alpsteins.

Nach gut zwei Stunden erreichen wir die Zwinglipasshütte (1999 m) und 5 Minuten später den dazugehörigen Pass (2001 m). Die Zwinglipasshütte ist übrigens die einzige SAC-Hütte, bei der das gesamte Material vor jeder Saison hinaufgetragen und nicht mit dem Helikopter hochgeflogen wird. Vom Zwinglipass führt der rot-weiss markierte Weg über Fleckli durch eine Karstlandschaft zum Altmannsattel (2334 m). Wer will, kann dort einen kurzen Abstecher auf den Gipfel des Altmann machen (Bild oben, zweiter Gipfel von links). Es braucht zwar die Hände zum hochkommen, eine Kletterausrüstung ist aber nicht nötig.

Vom Altmannsattel aus geht es dann steil und stellenweise ziemlich ausgesetzt hinunter zum Rotsteinpass mit dem gleichnamigen Bergrestaurant (2120 m). Über den Pass und den bekannten und teils ebenfalls ziemlich ausgesetzten Lisengrat gelangt man schliesslich zum Säntis (2501 m). Sowohl der Abstieg vom Altmannsattel wie auch die heiklen Stellen am Lisengrat sind gut mit Stahlseilen gesichert.

Vom Säntisgipfel kann man entweder mit der Bahn zur Schwägalp (1360 m) hinunterfahren oder man steigt zu Fuss über Tierwis (2085 m) ab, was aber nochmals gut 2,5 h dauert und nach dem bereits zurückgelegten Weg ziemlich in die Beine geht!

Auf den Altmann kann man übrigens auch richtig klettern. Den Einstieg zum Ostgrat erreicht man vom Zwinglipass aus in nördlicher Richtung.

  • Kletterei hauptsächlich im 3 Grad (franz). 8 SL, 50 m Seil, neben Exen ev. auch 1 bis 2 Friends, Keile und Schlingen

In meinem Bergwelt-Blog findet man sowohl Wegbeschreibungen und dazugehörige Links als auch Informationen zu Restaurants, Hotels, Hütten sowie zu Tourismus- und Kletterregionen. Solche Angaben können sich natürlich immer mal wieder ändern oder veralten. Damit Nachwanderer und -kletterer immer auf dem aktuellsten Wissensstand sind, bitte ich um eure aktive Mithilfe. Aktualisierungen, Erfahrungen und/oder eigene Wandertipps könnt ihr auf bergwelt.wordpress@bluewin.ch hinterlassen.

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