Vilan (2376 m)

Lohnende Bergwanderung für trittsichere Berggänger (Normalroute T2/3 – Alpinroute T3/4)

Der Herbst hat ja durchaus auch seine schönen Seiten. Der dicke Nebel gehört allerdings nicht dazu. Leider haben wir derzeit in St.Gallen aber genau davon etwas zuviel. Deshalb sind wir am Samstag aus dem Nebel in die Sonne „geflüchtet“ – genauer gesagt auf den Vilan im Prättigau. Vom 2376 Meter hohen Gipfel oberhalb von Malans hat man eine traumhafte Sicht auf das Rheintal, die Churfirsten, den Piz Bernina, den Piz Kesch, den Piz Linard oder den Ringelspitz.

Ausgangspunkt der Wanderung ist die Talstation der Älplibahn in Malans. Von dort aus geht es entweder in rund 3.45 Stunden zu Fuss zur Bergstation Älpli oder etwas weniger anstrengend mit der ehemaligen Militär-Materialbahn in 15 Minuten. Wir haben uns gestern für eine Fahrt mit der Bahn entschieden. Wichtig: Unbedingt im Voraus telefonisch Plätze in der Älplibahn reservieren +41 81 322 47 64. Insbesondere am Wochenende ist die Bahn fast ununterbrochen ausgelastet.

Von der Bergstation Älpli führte uns ein gut markierter Weg nordwestwärts (rot-weiss) zum Wegweiser „Jeninser Obersäss/Vilan“. Von dort aus wanderten wir auf dem zum Teil bereits schneebedeckten und relativ steilen Weg rund eine Stunde bis kurz vor das Jeninser Obersäss. Dort zweigt der Weg rechts zum Vilan ab (Wegweiser „Vilan“).

Auf einer Höhe von etwa 2100 m teilt sich der Weg in eine rot-weisse Normalroute und eine blau-weisse Alpinroute. Beide Routen sind steil, die Alpinroute ist aber wesentlich steiler und bei Schnee und Nässe stellenweise sehr glitschig und vereist. Wir entschieden uns deshalb für die Normalroute, auf der man in knapp einer Stunde auf den Gipfel gelangt. Nach einer ausgedehnten Mittagspause in der Sonne machten wir uns wieder auf der selben Route auf den rund 1.5-stündigen Rückweg zur Bergstation Älplibahn.

Auf der Alpinroute erreicht man den Gipfel bei guten Verhältnissen übrigens in der gleichen Zeit. Wer diese Route trotz Schnee wagen will, nimmt am besten auch einen Satz Leichtsteigeisen mit, welche den Aufstieg auf den Schnee- und Eisflächen etwas angenehmer machen. Auf beiden Routen ist aber gute Trittsicherheit unerlässich.

  • Karten: Swisstopo 1:50’000 Blatt 238T Montafon; 1:50’000 Wanderkarte Heidiland; 1:60’000 Prättigau/Albula (Kümmerly+Frey)
  • Auf/Abstieg mit Bahn insgesamt 3.45 Std.
  • Einkehr: Restaurant Bergstation Älplibahn

 

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In meinem Bergwelt-Blog findet man sowohl Wegbeschreibungen und dazugehörige Links als auch Informationen zu Restaurants, Hotels, Hütten sowie zu Tourismus- und Kletterregionen. Solche Angaben können sich natürlich immer mal wieder ändern oder veralten. Damit Nachwanderer und -kletterer immer auf dem aktuellsten Wissensstand sind, bitte ich um eure aktive Mithilfe. Aktualisierungen, Erfahrungen und/oder eigene Wandertipps könnt ihr auf bergwelt.wordpress@bluewin.ch hinterlassen.

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