Zuletzt aktualisiert am 16. Oktober 2025 |

Im Herbst 2016 habe ich mir zwei Jacken von Arcteryx gegönnt: die «Cerium LT Hoody» für kalte Wintertage und die «Atom LT Hoody» für bewegungsintensive Touren bei kühleren Temperaturen. Heute – neun Jahre später – sind beide Modelle noch regelmässig im Einsatz. Und sie überzeugen nach wie vor.

Die Cerium LT: leicht, warm, minimalistisch

Gerade mal 295 Gramm bringt die Cerium LT auf die Waage. Sie ist mit Weissgansdaunen (850 cuin) gefüllt und punktet mit hoher Wärmeleistung bei erstaunlich geringem Gewicht. An schweissanfälligen Stellen wie Kragen, Bündchen oder Achseln kommt die feuchtigkeitsunempfindliche Coreloft-Isolierung zum Einsatz – ein durchdachtes Detail, das die Jacke auch bei wechselnden Bedingungen funktional hält.

Dank DWR-Imprägnierung, enger Kapuze (StormHood) und elastischen Ärmelabschlüssen bietet die Cerium LT auch bei leichtem Niederschlag oder Wind soliden Wetterschutz. Besonders gefallen hat mir das reduzierte Design: zwei Reissverschluss-Aussentaschen, verstellbare Kapuze, keine unnötigen Extras. Das Packmass liegt bei kompakten zwei Litern.

Ich nutze die Cerium LT hauptsächlich am Ende von Schneeschuhtouren oder Winterwanderungen – dann, wenn der Körper auskühlt, aber keine aktive Bewegung mehr stattfindet. Für mich als kälteresistenter, aber stark schwitzender Mensch ist sie genau dafür ideal.

Mein Fazit: Die Cerium LT ist mit rund 470 Franken alles andere als günstig – aber sie hat sich über Jahre bewährt. Ultraleicht, durchdacht konstruiert, robust und überraschend warm für ihr Gewicht.

Die Atom LT: bewegungsfreudig und vielseitig

Die Atom LT Hoody ist meine Standardjacke für aktive Tage bei kühleren Bedingungen. Die synthetische Coreloft-Isolierung hält auch im feuchten Zustand warm – etwa beim Trailrunning oder auf anstrengenden Bergtouren. Seitliche Einsätze aus Polartec Power Stretch verbessern die Atmungsaktivität, sind allerdings bei Wind eine Schwachstelle. Bei Bise spürt man das sofort.

Das Modell ist mit einer gefütterten Scuba-Kapuze ausgestattet, die auch einen Helm aufnehmen kann. Die Ärmel enden in elastischen Strickbündchen, was den Tragekomfort erhöht. Gewicht: 360 Gramm. Auch sie hat eine DWR-Beschichtung, was sie bei leichtem Regen oder Schneefall zur tauglichen Aussenjacke macht.

Kleiner Wermutstropfen: Es gibt keine integrierte Packtasche. Immerhin bietet die Atom LT zwei Reissverschlusstaschen und eine praktische Brustinnentasche.

Mein Fazit: Die Atom LT überzeugt als vielseitige, atmungsaktive Isolationsjacke, die nicht aufträgt, sondern mitmacht. Gut verarbeitet, funktional reduziert und mit 200 Franken preislich im Rahmen.

Neun Jahre später …

Beide Jacken haben sich im Alltag und beim Bergsport bewährt – und das seit fast einem Jahrzehnt. Die Cerium LT hat bislang kaum Daunen verloren, und auch die Atom LT zeigt trotz häufigem Einsatz keine nennenswerten Abnutzungserscheinungen. Für mich sind beide Modelle nach wie vor top – und genau das macht gute Ausrüstung aus.


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2 Kommentare zu „Die «Cerium LT» und «Atom LT» von Arcteryx im Test

    1. Hallo Erika. Ja, Qualität hat ihren Preis. 😉 Aber wie du ja schon schreibst, die Sachen halten dafür ewig und zwei Tage.

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