60 Jahre Erstbesteigung des Mount Everest

Heute vor genau 60 Jahren standen mit dem Neuseeländer Sir Edmund Hillary und dem nepalesisch-indischen Sherpa Tenzing Norgay die ersten beiden Menschen auf dem Gipfel des Mount Everest, dem höchsten Berg der Welt. Für ihren Aufstieg benötigten sie rund 5 Stunden. 

„Wir haben den Bastard letztlich doch bezwungen“, sagte Hillary, als er am 29. Mai 1953 auf 8848 Meter Höhe angekommen war. Das Wetter war optimal an diesem Tag: fast windstill und mit einer atemberaubenden Aussicht, die Hillary als „wild, wunderbar und schrecklich“ beschrieb.

Edmund Hillary und Tenzing Norgay starteten ihre Erstbegehung um 06.30 Uhr. Da sie weiter oben am Berg losstiegen, erreichten sie den Südgipfel bereits um 9.00 Uhr. Etwa eine Stunde später erreichten sie eine Felsstufe, die später Hillary Step genannt wurde und gegen 11.30 Uhr standen sie als erste Menschen überhaupt auf dem Gipfel des Mount Everest. Für diese Leistung wurde Hillary am 16. Juli 1953 von der damals frisch gekrönten Königin Elisabeth II. der Order of the British Empire verliehen, Tenzing Norgay erhielt die George Medal.

Verschiedene Experten gehen bis heute der Frage nach, ob Hillary wirklich der erste Mensch auf dem Gipfel des Everest war. Denn bereits 1924 startete der Brite George Mallory eine Everest-Expedition, bei der er allerdings ums Leben kam. 1999 fand man seine Leiche in 8159 Metern Höhe. Hillary meinte dazu lediglich: „Selbst wenn Mallory oben gewesen wäre, was ich bezweifle: Runter kam er nie.“ Sir Edmund Hillary starb am 11. Januar 2008, im Alter von 89 Jahren, Tenzing Norgay bereits 1986 im Alter von 72 Jahren.

Eine aktuelle Statistik zu den Besteigungsversuchen habe ich leider nicht gefunden. Es werden aber bislang wohl etwa 15’000 sein, davon waren rund 5200 erfolgreich. Die Zahl der tödlich verunglückten Bergsteiger liegt im Moment bei schätzungsweise 230.

Grosse Feier zum Jubiläum

Der heutige Jahrestag wurde in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu ausgiebig gefeiert. Wie die beiden Erstbesteiger vor 60 Jahren wurden ihre Verwandten in einer Pferdekutsche durch die Stadt gefahren. In der Kutsche sassen ebenfalls Rekordhalter, wie beispielsweise der Südtiroler Reinhold Messner (68), der zusammen mit dem Österreicher Peter Habeler (70) den Mount Everest als Erster ohne Sauerstoffgerät bestieg. Auch die britische Queen feierte den historischen Gipfelsturm von Norgay und Hillary. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Prinz Philip besuchte Elizabeth II. eine Gedenkveranstaltung in London.

Everest verkommt zum Müllberg

So schön wie die Gipfelerfolge für die Bergsteiger sein mögen, ihre Hinterlassenschaften am Berg sind leider weniger schön. Lange hat sich niemand für die Abfälle, meist Zelte, Seile, Sauerstoffflaschen, Karton und Papier, verantwortlich gefühlt. Bei einer gross angelegten Aufräumaktion wurden vor einigen Jahren dann rund 8100 Kilogramm Müll vom Everest geschleppt. Dazu waren 75 Yaks und 65 Träger notwendig. Nach Angaben von Experten liegen aber immer noch rund 20 Tonnen Unrat auf dem Berg. Die Organisation EcoHimal hat deshalb das Projekt Saving Mount Everest ins Leben gerufen, die zum Ziel hat, den Everest vom Müll zu befreien und bis Ende 2013 ein nachhaltiges Konzept zur Müllentsorgung in der Everest-Region einzuführen.

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