Eigentlich wollte ich euch hier einen Kocher empfehlen, der schon auf vielen meiner Touren zuverlässig dafür gesorgt hat, dass es immer heissen Kaffee oder Tee gibt: Der Borde-Kocher. Meines Erachtens der beste und handlichste Kocher überhaupt. Doch bereits das erste Suchresultat auf Google zeigte, dass ich diese Idee schon vor über zwei Jahren hätte haben sollen. Denn, der vom Zürcher Josef Borde seit den 50er Jahren, und später von Norbert Baader Laborgerätewerke hergestellte Kocher, wird seit 2010 nicht mehr produziert! Noch nicht mal mehr Ersatzteile bekommt man! Schade. Sehr schade sogar. Zwar funktioniert mein Borde-Kocher seit Jahren schon äusserst zuverlässig, aber man weiss ja nie…

Vor allem die auf das absolut Nötigste reduzierte Ausstattung und die einfache Handhabung machen den Borde-Kocher für mich zu einem Top-Outdoor-Tool: Zum Kocher, der mit Reinbenzin arbeitet, gehört ein „Stellschlüssel“ aus Stahldraht mit dem der Kocher reguliert werden kann und der in den Schlitz der Tankfüllschraube passt um diese aufdrehen zu können. Zudem gabs dazu ein klappbares gelochtes Blechstück, das gleichzeitig Windschutz und Topfträger ist.

Da ich meinen Kocher, wie bereits erwähnt, schon Jahre habe, weiss ich leider nicht mehr, wieviel ich dafür bezahlt habe. Auf Sammlermärkten soll aber unterdessen mehr als das Doppelte des ursprünglichen Preises dafür verlangt werden. Ich schätze, das werden so 300 bis 400 Franken sein. Wer also noch einen Borde-Kocher besitzt, der sollte ihn unbedingt behalten. Und wer ein solches Teil auf einer Sammlermesse entdeckt und das nötige Kleingeld hat, sollte zugreifen!

Übrigens: Der Borde-Kocher gehörte nie zur offiziellen Ausrüstung der Schweizer Armee, wie dies in vielen Foren behauptet wird. Das Kochgerät der Schweizer Armee heisst „Notkocher“ bzw. offiziell „Notkocher 71“. Auf diesem Kocher habe ich mir im „grünen Urlaub“ auch die eine oder andere warme Mahlzeit zubereitet.

7 Kommentare zu „Der beste Kocher der Welt

  1. Wie hiess es in der Original-Gebrauchsanleitung: einige hassen ihn, viele lieben ihn, so ungefähr. Wenn ich die YouTube Filme anschaue, verstehe ich warum. Der Borde Brenner kann ein flammendes Ungeheuer werden, falls man ihn ohne Gefühl vorheizt. Einen Bunsenbrenner muss man auch nicht wirklich mitschleppen. 🙄
    Mein Borde ist uralt und funktioniert noch wie am ersten Tag! Beim Vorheizen kippe ich ihn nach unten zum Füllen der Heizschlange, dann zurück in Horizontale. Düse leicht öffnen, bis Benzin austritt. In Seitenlage anzünden und durch leichtes Drehen in Längsachse Benzinaustritt regulieren, bis Temp erreicht. Geht ohne Stichflamme, sogar ohne Tropfen! So muss man ihn lieben!

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    1. Hallo Paul

      Ich gehöre auch zu denen, die ihn lieben. 😃 Allerdings war bei mir am Anfang die Flamme das eine oder andere mal schon auch recht gross. 😉 Aber bekanntlich macht Übung ja den Meister und heute würde ich ihn auch für viel Geld nicht mehr hergeben und hoffe, dass er nie kaputt geht. Das Teil wird ja leider nicht mehr produziert.

      Viel Spass weiterhin mit dem Borde-Kocher
      Patrick

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      1. Hallo Patrick
        Vermutlich haben die meisten Benutzer anfängliche Probleme gehabt, auch ich musste etwas üben. Verglichen mit anderen Benzinkochern besticht der Borde durch Einfachheit und Langlebigkeit. Keine Pumpe, spröde Dichtungen, Schläuche etc. einfach genial. Nur schade, dass er nicht mehr hergestellt wird.

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  2. Hallo Patrick

    ich habe vor 3 Jahren einen der letzten Borde-Brenner für 120 SFr. gekauft. Das Ding ist genial! Der Topfhalter / Windschutz aus Stahl ist nicht sehr gut. Habe da ewtas eigenes aus Aluminium gebaut. Empfehlenswert dazu sind Töpfe mit Wärmetauscher ( Primus eta). Schicke gerne Bilder wenn ich ne Adresse habe.

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      1. Hallo Roland

        Wie der Windschutz aussieht und angewendet wird, siehst du auf dem Foto im Blogbeitrag. Die beiden, mit einem Scharnier verbunden Teile haben die Masse 17,5 x 7 cm. Zusammengeklappt ist der Winschutz 18 x 7 cm gross und wiegt ca. 230 Gramm.

        Beste Grüsse
        Patrick

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