Auf Strandferien werden Herr und Frau Schweizer in diesem Sommer mit grosser Wahrscheinlichkeit verzichten müssen. Aber warum auch in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt – oder: wenn man in der Nähe etwas Gutes tun kann. Für die Sommermonate sucht Caritas Schweiz nämlich rund 1000 junge Freiwillige, die Bergbauernfamilien in Not tatkräftig unterstützen.

Spezielle Situation wegen Corona

Geeignetes Alppersonal zu finden war noch nie sonderlich einfach. Doch in diesem Jahr wird die Suche noch etwas schwieriger, weil wegen der Corona-Krise neue Zielgruppen angesprochen werden müssen. Bislag waren die Freiwilligen meistens Personen über 60 oder sie kamen aus dem Ausland. Diese Menschen – die rund 40 Prozent der Freiwilligen ausmachten – dürfen ihre Hilfe diese Saison leider nicht anbieten, da sie zur Risikogruppe gehören oder (noch) nicht einreisen dürfen. Deshalb hofft man bei der Caritas, dass man möglichst viele jüngere Menschen motivieren kann, den Bergbauern in der strengen Sommersaison zu helfen.

«Da die Schweizer Bevölkerung seit Ausbruch der Corona-Krise grosse Solidarität mit Betroffenen gezeigt hat, die ihre Existenz verloren haben, sind wir zuversich auch für Bergbauernfamilien genug Freiwillige mobilisieren zu können. Denn auch hier geht es um die Existenz von Familienbetrieben.»

Caritas Schweiz

Bis Ende April haben bereits über 100 Bergbauernfamilien aus der ganzen Schweiz bei Caritas Schweiz ein Gesuch für Unterstützung eingereicht.

Anstrengende aber vielseitige Arbeit

Das Leben und Arbeiten auf einer Alp ist kein Zuckerschlecken. Deshalb werden Personen gesucht, die körperlich fit sind, keine Angst vor langen Arbeitstagen haben und möglichst bereits Erfahrung in der Landwirtschaft mitbringen. Alppersonal muss gut in einem kleinen Team zusammenarbeiten können, tolerant sein und Teamkollegen unterstützen, auch wenn die Arbeitstage zeitweise ermüdend sind. Belohnt wird man dafür mit einer sinnstiftenden Tätigkeit und einem ausserordentlichen Erlebnis im Einklang mit der Natur.

Die Arbeitseinsätze auf einer Alp dauern jeweils mindestens eine Woche. Zu den Aufgaben der Freiwilligen gehören unter anderem Mähen, Heuen, Mithilfe im Haus und die Versogung der Tiere. Mitmachen können alle, die über 18 Jahre alt, motiviert und gesund sind – egal, ob Mann oder Frau.

Neu können zudem auch Firmen-Teams einen Tag lang auf einem Bergbetrieb anpacken und direkt erleben, was ihr Einsatz bewirkt. Solche Gruppen werden von den Bergbauern besonders für aufwändige Handarbeiten eingesetzt.

Interessiert? Hier kannst du dich melden!

Auf bergeinsatz.ch kannst du alle Bergbauernbetriebe, die Freiwillige suchen kennenlernen und dich direkt für einen Einsatz anmelden. Weitere Infos findest du auf der Älpler-Seite zalp.ch und dem alpofon.ch.

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