Mit Schneeschuhen an den Füssen, lässt es sich auch im Winter herrlich durch verschneite Landschaften wandern. Hier habe ich drei Tourenvorschläge – für Anspruchsvolle und für Genusswanderer.

Schwägalp – Langälpli – Kronberg (schwer)

Die 5,1 Kilometer lange, gut markierte Tour beginnt beim Hotel Säntis (1360 m) am Fusse des Säntis. Der Weg führt erst über Weiden bis zur SAC-Hütte Chammhalde (1550 m), anschliessend wieder etwas abwärts in den Bruggerwald. In diesem befindet sich ein Teil des Moorgebiets Säntis Nord, eine Moorlandschaft von nationaler Bedeutung (Achtung bei Schmelzwasser), sowie eine Wildruhezone. Daher dürfen die markierten Wege in diesem Gebiet nicht verlassen werden!

Nach dem Bruggerwald führt der Weg vorbei am tief verschneiten Schutzenälpli und dem Langälpli, wo der Aufstieg zum Kronberg und zum gleichnamigen Berggasthaus (1663 m) beginnt. Dieser letzte Wegabschnitt ist der steilste und ziemlich anstrengend. Für den Abstieg kann man entweder die Luftseilbahn nach Jakobsbad nehmen oder man geht zu Fuss bzw. mit den Schneeschuhen über Scheidegg (1352 m) zum Bahnhof nach Jakobsbad.

  • Einkehr/Unterkunft: Schwägalp, Berggasthaus Kronberg
  • Gehzeit: je nach Kondition 1,5 bis 2,5 Stunden – Abstieg über Scheidegg nochmals ca. 1,5 Stunden.
  • Höhendifferenz: 450 m aufwärts, 150 m abwärts
  • Karte: 1:25’000 Wanderkarte Appenzellerland (Appenzeller Verlag)
Blick vom Kronberg auf den Alpstein.

Bernhalden – Risipass – Stein (mittel)

Ausgangspunkt der Tour ist die Postautohaltestelle Bernhalden (1027 m) bzw. der Parkplatz Lutertannen (an der Strecke Nesslau – Schwägalp). Die Tour ist nicht speziell als Schneeschuhtour gekennzeichnet, sie führt aber entlang des normalen Wanderwegs. Im leichten Anstieg geht es durch verschneite Waldstücke und vorbei an den Alpzimmern Latten, Glattdach, Dreckloch, Riet und Blackentolen. Zwischen Latten und Glattdach, auf der Lütisalp, befindet sich übrigens der geografische Mittelpunkt des Kantons St. Gallen. Danach überquert man noch ein Flachmoor, bevor es dann hinauf zum Risipass (1459 m) geht. Oben angekommen, bietet sich bei entsprechendem Wetter ein traumhafter Ausblick auf das verschneite Thurtal und die umliegenden Gipfel.

Nach der Passhöhe geht der Weg links den Hängen der Gmeinwis und des Neuenalpspitz entlang und via Ahorn und Rueboden hinunter ins Dörfchen Stein. Der Grossteil des Weges führt über offenes Gelände, was besonders bei Neuschnee ein ganz besonderes Vergnügen ist.

  • Einkehr/Unterkunft: Stein
  • Gehzeit: 3 – 3,5 Stunden
  • Höhendifferenz: 429 m aufwärts, 600 m abwärts
  • Karte: 1:25’000 Obertoggenburg-Appenzell
Zu Beginn ist die Tour noch etwas schattig.

Weissbad – Ahorn – Lehmen – Weissbad (leicht)

Vom Bahnhof Weissbad aus geht es erst Richtung Hotel Hof Weissbad. An diesem vorbei, erreicht man den gut beschilderten Wanderweg, der in Treppenstufen zum Rechböhl (891) führt. Der nächste Teil des Wegs führt dann über Halten (1019) nach Gächten (1001). Bei ungünstigen Schneeverhältnissen wählt man bis Gächten das kleine Fahrsträsschen. Ist zwar dann nicht mehr ganz so romantisch, man schont aber die Harscheisen der Schneeschuhe.

Die Wanderung führt weiter von Gächten über die Alp Helchen (1091) zum Ahorn (1012), wo es, je nach Vorliebe, eine Kapelle zu besichtigen oder das Berggasthaus Ahorn zu besuchen gibt. Findet man keinen Platz im Gasthaus Ahorn, hat man bereits einige hundert Meter weiter im Waldgasthaus Lehmen noch eine weitere Einkehrmöglichkeit. Nun führt der Weg auf einer kleinen Strasse, die aber nicht stark befahren wird, wieder hinunter nach Weissbad.

Auch auf dieser Wanderung kommt man stellenweise durch geschützte Lebensräume. Zum Schutz der Wildtiere dürfen die Wege in diesen Räumen nicht verlassen werden.

  • Einkehr/Unterkunft: Weissbad, Berggasthaus Ahorn, Waldgasthaus Lehmen
  • Gehzeit: 3,25 bis 3,75 Stunden
  • Höhendifferenz: 430 m aufwärts, 280 abwärts
  • Karte: Wanderkarte Appenzellerland (1:25’000)
Alleine auf weiter Flur zwischen Weissbad und Lehmen.

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