„Sicher Klettern“ mit dem Alpenverein

Der Österreichische Alpenverein ÖAV tourt mit spektakulären Workshops durch die heimischen Kletterhallen.

„Sturzi“ auf Tour: Der 60 Kilogramm schwere Dummy des Alpenvereins ist bereit für seinen Einsatz (Foto: Alpenverein/Monika Melcher)

Wie fühlt es sich an, wenn der Kletterpartner ins Seil stürzt, und wie reagiert man im Ernstfall richtig? Der Österreichische Alpenverein tourt von 27.10. bis 3.12. durch die Kletterhallen des Landes und lädt die Sportler ein, ihre Sicherungstechnik in kostenlosen Workshops auf die Probe zu stellen. Ein spektakuläres Sturztraining mit einem 60 kg schweren Dummy wartet auf die Teilnehmer. Insgesamt stehen 22 Tourstopps bei der Herbstausgabe der „Sicher Klettern“-Tour auf dem Programm.

Sturztraining mit 60-Kilo-Dummy

Der Sturzdummy des Alpenvereins reist quer durch Österreich und besucht mit seinem Team die Kletterhallen von West bis Ost. Auf die Kletterer warten kostenlose Sicherungsworkshops, der Sturzsimulator sowie ein SicherSichern-Check und das SafetyCoaching für Kurzentschlossene. Die Experten des Alpenvereins stehen den Teilnehmern mit Rat und Tat zur Seite und haben die neuesten Sicherungsgeräte zum Testen im Gepäck.

„Beim Sturztraining fällt unser 60 Kilogramm schwerer Dummy aus etwa zwölf Metern Höhe ins Seil – was aufgrund der starren Masse etwa einem 80 kg schweren Menschen entspricht. Sein Seilpartner am Boden muss den Sturz möglichst gut und sicher abfangen“, erklärt Markus Schwaiger, Sportkletterexperte im Alpenverein.

Sicherungsfehler sind beim Sportklettern die häufigste Unfallursache. (Foto: Alpenverein/Elias Holzknecht)

„Mein Leben in deinen Händen“

Die Sicherungsworkshops sind für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermassen geeignet, die grundlegenden Sicherungstechniken sollten die Kletterer aber bereits beherrschen. „Auch unter fortgeschrittenen Kletterern hat nicht jeder ein Sturztraining absolviert. Viele Seilschaften versuchen, Stürze generell zu vermeiden und haben auch nach mehreren Jahren Klettererfahrung kaum Übung im Halten eines unerwarteten Sturzes. Dabei ist es unerlässlich, zu wissen, was im Ernstfall zu tun ist!“, so Schwaiger. „Unsere Teilnehmer sollen spüren, welche Kräfte beim Stürzen auftreten und lernen, noch in der Sekunde richtig darauf zu reagieren.“

Heutzutage sind die meisten Kletterunfälle durch Sicherungsfehler oder Unachtsamkeit verursacht. „Auf unseren Partner am anderen Seilende müssen wir uns beim Klettern absolut verlassen können – schliesslich hält er unser Leben in seinen Händen“, gibt Markus Schwaiger zu bedenken.

Tourenplan, Anmeldung und Weitere Infos

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