Über Marwees und die Meglisalp nach Wasserauen (T3/4)

Eine aussichtsreiche Bergtour mit alpinem Charakter. Sobald der Schnee im Alpstein an den heiklen Stellen geschmolzen ist, mache ich diese Tour jeweils als kleines alpines Aufwärmprogramm für den Sommer und Herbst.

Ausgangspunkt der Tour ist der Bahnhof Wasserauen (868 m). Über den Chatzensteig und Hüttentobel geht es weiter Richtung Chlihütten bis zum Wegweiser bei Punkt 1117. Dort zweigt der Weg Richtung Bogartenlücke (1710 m) ab. Die imposante Lücke erreicht man in rund 1,5 Stunden. Ab hier wird aus der T3 eine T4, also eine Alpinwanderung. Entsprechend ist der Weg nun blau-weiss markiert. Erst geht es durch eine Steile Rinne hoch (Achtung: Steinschlag!), danach folgt eine ausgesetzte Passage, die im oberen Teil immer etwas nass und daher ziemlich rutschig ist. Anschliessend folgt ein etwas angenehmerer Wiesenteil auf dem man bis zum eigentlichen Grat gelangt, und von dort aus über ein paar Stufen zum Gipfelkreuz der Marwees (2056/1991 m) kommt. Leider war am vergangenen Samstag die Sicht nicht sehr gut. Aber auch ein wolkenverhangener Gipfel kann bekanntlich seine Reize haben.

Nach einem ausgiebigen Mittagessen aus dem Rucksack ging es auf dem Grat weiter Richtung Widderalpsattel (1856 m). Zuerst noch durch felsiges Terrain, kurz vor dem höheren Marweesgipfel dann wieder auf einem normalen Wanderweg (rot-weiss). Vom Widderalpsattel folgt man dem Weg über den Bötzelsattel und Spitzigstein (1617 m) Richtung Meglisalp (1517 m). Wir hatten im Gebiet Freiheit (nach dem Bötzensattel) noch eine grössere Schneepassage zu traversieren. Im Alpstein hat es oft noch bis weit in den Frühling hinein noch grössere Schneefelder. Auch Schneefall im Sommer ist in höheren Lagen nicht ausgeschlossen. Es lohnt sich also immer, im Alpstein entsprechend ausgerüstet zu sein.

Vom Berggasthaus Meglisalp, dessen hervorragende Küche ich in diesem Blog ja schon mehrmals erwähnt habe, geht es auf gut markiertem Weg zurück nach Wasserauen. Ich empfehle den Weg über Schrennen. Die Aussicht ist wesentlich schöner, als auf dem Weg durch den Unterstrich-Wald. Die Abzweigung ist bei Punkt 1492 und ist nicht zu übersehen. Der Schrennen-Weg ist allerdings im Frühling wegen Schnee oft noch länger gesperrt.

  • Karte: 1:25’000 Wanderkarte Appenzellerland (Appenzeller Verlag)
  • Gehzeit: Wasserauen – Bogartenlücke: 1,5 h; Bogartenlücke – Marwees: 45 min – 1 h; Marwees – Widderalpsattel: 40 – 50 min; Widderalpsattel – Meglisalp: 30 – 45 min; Meglisalp – Wasserauen (über Schrennen): 1,75 h; Total: 6 – 7 h
  • Einkehr/Unterkunft: Wasserauen, Berggasthaus Meglisalp 

Auf der Marwees (Fotos)


 

In meinem Bergwelt-Blog findet man sowohl Wegbeschreibungen und dazugehörige Links als auch Informationen zu Restaurants, Hotels, Hütten sowie zu Tourismus- und Kletterregionen. Solche Angaben können sich natürlich immer mal wieder ändern oder veralten. Damit Nachwanderer und -kletterer immer auf dem aktuellsten Wissensstand sind, bitte ich um eure aktive Mithilfe. Aktualisierungen, Erfahrungen und/oder eigene Wandertipps könnt ihr auf bergwelt.wordpress@bluewin.ch hinterlassen.

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